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Das Gesicht des Dorian G. hinter der sozialen Fassade
Warum manche Menschen im Schutzraum plötzlich hässlich werden – und warum das nicht automatisch etwas über dich sagt
Frech gemeint, fachlich ernst versucht: Dieser Text benutzt das Bild der sozialen Fassade, um verletzendes Verhalten in Schutzräumen besser einzuordnen – ohne es zu entschuldigen.
VIELLEICHT IST JA DER ANDERE DAS ARSCHLOCH
FRECHE, ABER ERNST GEMEINTE ANLEITUNG ZUM PERSPEKTIVWECHSEL NACH STREIT, KRÄNKUNG UND SOZIALEM GRÜBELN
Hinweis: Der Ton dieses Artikels ist absichtlich direkter. Das Wort „Arschloch“ steht hier nicht für eine Diagnose und nicht für eine Einladung, andere Menschen pauschal abzuwerten. Es steht für einen notwendigen Gegenpol zu einer sehr verbreiteten inneren Gewohnheit: immer zuerst sich selbst auf die Anklagebank zu setzen.
ICH WILL DOCH NUR NETT SEIN
PEOPLE PLEASING, SOZIALE ANGST UND DER STILLE VERSUCH, ÜBER ANPASSUNG SICHER ZU BLEIBEN
Ein Artikel über aufgeschobene Mails, nicht geführte Anrufe, falsche Rücksicht, verlorene Loyalität und die Frage, wie man wieder ein eigenes Maßband findet.
WENN MENSCHEN HINTER SCHUTZRÄUMEN HÄRTER WERDEN
WARUM MANCHE IM AUTO, IN GESCHLOSSENEN GRUPPEN ODER IN VERTRAUTEN BEZIEHUNGEN VERLETZENDER WERDEN – UND WIE MAN DAS EINORDNET, OHNE ES ZU ENTSCHULDIGEN
Es gibt Beobachtungen, die bleiben hängen, weil sie auf den ersten Blick so simpel sind und trotzdem viel über Menschen erzählen. Im Supermarkt steht jemand in der Schlange, es geht langsam, ein Kind quengelt, vorne sucht jemand Kleingeld. Die meisten bleiben trotzdem einigermaßen zivil. Man verdreht vielleicht innerlich die Augen, aber kaum jemand schreit quer durch den Laden: „Du Idiot, beweg dich endlich.“ Nicht, weil alle plötzlich reife Persönlichkeiten sind. Sondern weil man dort sichtbar ist. Man steht mit Gesicht, Körper, Stimme und Namen im Raum. Andere hören mit. Man kann nicht einfach verschwinden. Die soziale Bremse ist eingeschaltet.
Im Auto sieht es anders aus. Da sitzt derselbe Mensch hinter Glas, Blech, Motor und Türverriegelung.
DIE MACHT DES PHUBBERS
ODER: WIE ICH ES MIR AM LEICHTESTEN MACHE, ANDEREN ZU ZEIGEN, DASS SIE GERADE GEGEN EIN DISPLAY VERLIEREN
Eine deutliche, aber ernst gemeinte Fassung über Handy-Ignoranz, soziale Isolation und das Recht, nicht wie menschliche Hintergrundmusik behandelt zu werden.
Leitgedanke: Phubbing ist nicht einfach ein Handyproblem. Es ist ein Beziehungssignal. Der Mensch vor dir redet, du scrollst, und irgendwo zwischen Daumenbewegung und Displaylicht kommt an: Du bist gerade weniger wichtig. Vielleicht meinst du es nicht so. Aber genau da beginnt das Problem.
MACH ERST MAL IRGENDWAS
Warum der Anfang oft wichtiger ist als Motivation, perfekte Planung und der ganze innere Zirkus
Ein frecher, aber ernst gemeinter Artikel für Menschen, die vor Aufgaben sitzen, als müssten sie gleich einen Drachen heiraten. Es geht nicht um Disziplin-Gebrüll, nicht um Selbstoptimierungs-Kirmes und nicht um den Satz „Reiß dich zusammen“. Es geht darum, wie man wieder in Bewegung kommt, wenn der Kopf aus einer einfachen Aufgabe ein Gerichtsverfahren macht.
DER ANFANG IST OFT NICHT SCHWER. DER ANFANG WIRKT NUR WIE EIN MONSTER.
ICH STÖRE LIEBER NICHT
WIE SOZIALE ANGST, AUFSCHIEBEN UND FREMDE MAßSTÄBE DEN SELBSTWERT KLEINHALTEN - UND WIE MAN WIEDER NACH DEM EIGENEN MAßBAND LEBT
Gedanken für Betroffene, die Kontakte, Mails, Anrufe oder Begegnungen aus Angst vor Ablehnung aufschieben.
WENN ICH AUS DER SITUATION HERAUSTRETE
WARUM PERSPEKTIVWECHSEL NACH STREIT, KRÄNKUNG UND SCHULDGEFÜHLEN HELFEN KÖNNEN
Gedanken zum Umgang mit sozialer Unsicherheit, viel Grübeln und Kopfkino
WENN MAN MITTEN DRIN IST, DENKT MAN SELTEN SAUBER
Nach einem Streit ist man innerlich oft noch nicht wieder im normalen Zustand. Man sitzt vielleicht längst auf dem Sofa, steht unter der Dusche oder fährt nach Hause, aber im Kopf läuft die Szene weiter. Der Satz des anderen ist noch da. Der Tonfall ist noch da. Der Blick ist noch da. Und dann beginnt dieses Nacharbeiten: Habe ich überreagiert? Habe ich etwas ausgelöst? War ich schuld? Hätte ich ruhiger bleiben müssen? Hätte ich früher nachgeben sollen?
Gerade Menschen mit sozialer Angst, mit viel Selbstzweifel oder mit alten Erfahrungen von Kritik kennen dieses Nacharbeiten sehr gut. Es ist nicht einfach Nachdenken. Es fühlt sich eher an wie ein inneres Verhör. Man nimmt die Situation auseinander und sucht den Punkt, an dem man selbst falsch war. Man schaut nicht mehr auf den ganzen Streit, sondern fast nur noch auf die eigene mögliche Schuld.
