Selbsthilfe Angst
Der Life Up Club ist eine offene Selbsthilfegruppe für Menschen mit Ängsten, Panik oder Sorgen.
Wir sind eine Gruppe von Menschen, die sich seit vielen Jahren in Düsseldorf treffen – als Selbsthilfegruppe unter Gleichgesinnten. Viele von uns haben Erfahrungen mit Depressionen, Angststörungen, Panikattacken, Borderline, Suchterkrankungen, oder anderen seelischen Belastungen.
Was uns über all die Jahre immer wieder verbunden hat, war ein gemeinsamer Nenner: die Angst. Sie begegnet uns in vielen Formen – mal als ständige innere Unruhe, mal als lähmende Panik, mal als unterschwellige Sorge, die den Alltag durchzieht. Für viele von uns war sie das Schwierigste an unserer jeweiligen Geschichte – und gleichzeitig oft das, worüber am wenigsten gesprochen wurde.
Deshalb haben wir uns entschieden, unsere regelmäßigen Treffen inhaltlich neu zu fokussieren: auf das Thema Angst. Nicht, weil wir Lösungen versprechen oder Antworten haben – sondern weil wir wissen, wie wichtig es ist, mit dieser Erfahrung nicht allein zu bleiben.
Unsere Gruppe ist kein professionelles therapeutisches Angebot. Wir sind einfach Menschen, die gelernt haben, sich gegenseitig zuzuhören – ohne Urteil, ohne Druck, aber mit echtem Interesse und Respekt füreinander.
Jede*r bringt seine eigene Geschichte mit. Manche reden viel, andere erstmal gar nicht. Alles hat Platz. Es gibt keine festen Rollen, kein Müssen, kein Richtig oder Falsch. Wir begegnen uns auf Augenhöhe – so, wie wir sind.
Der Life Up Club ist aus diesen langjährigen Treffen entstanden.
Kontakt oder Fragen:
Hier treffen wir uns jeden Montag:
Eine Gruppe trifft sich nachmittags
von 16.00- 18.00 Uhr,
und am Abend trifft sich die Impulsgruppe
von 19.45 - 21.15 Uhr.
Für mehr Info´s schreib uns gerne eine Email oder nutze das Kontakstformular.
Wenn du uns deine Telefonnummer schreibst rufen wir dich auch gerne an.
Warum Wissen über die eigene Angsterkrankung so wichtig ist
Information über den Club

Wer unter einer Angsterkrankung leidet, beschäftigt sich verständlicherweise zuerst damit, wie die Angst wieder weniger werden kann. Genauso wichtig ist es, zu verstehen, was dabei eigentlich passiert.
Angst betrifft den Körper, die Gedanken und das eigene Verhalten. Herzklopfen, Unruhe, Schwindel, Anspannung oder Atembeschwerden können zur Angst gehören. Gleichzeitig entstehen Gedanken darüber, was diese Beschwerden bedeuten. Daraus kann schnell ein Kreislauf werden: Ein körperliches Gefühl macht Angst, die Angst verstärkt die körperliche Reaktion und dadurch wirkt die Situation noch bedrohlicher.
Wenn man diesen Ablauf kennt, lässt er sich leichter einordnen.
Die eigenen Muster erkennen
Angst zeigt sich nicht bei jedem Menschen gleich.
Manche vermeiden bestimmte Orte oder Situationen. Andere kontrollieren häufig ihren Körper, suchen im Internet nach Erklärungen oder fragen andere immer wieder, ob alles in Ordnung ist. Solche Dinge beruhigen oft für kurze Zeit. Gleichzeitig können sie dazu führen, dass die Angst im Alltag immer mehr Raum bekommt.
Deshalb lohnt es sich, auf die eigenen Abläufe zu achten:
Welche Situationen machen mir Angst?
Was denke ich dann?
Was passiert körperlich?
Was mache ich anschließend?
Welche Situationen vermeide ich inzwischen?
Mit solchen konkreten Fragen lässt sich die eigene Angst wesentlich besser verstehen als mit der allgemeinen Feststellung: „Ich habe eben Angst.“
Wissen hilft auch im Alltag
Eine Therapie findet zu bestimmten Zeiten statt. Mit der Angst hat man dagegen im normalen Alltag zu tun.
Wer die eigenen Reaktionen kennt, merkt häufig früher, was gerade passiert. Man erkennt bekannte Gedanken, typische körperliche Reaktionen oder Vermeidungsverhalten schneller.
Das erleichtert es auch, das Gelernte aus einer Therapie oder Beratung im Alltag wiederzuerkennen und anzuwenden.
Veränderungen früher bemerken
Wer seine eigenen Muster kennt, merkt auch eher, wenn sich etwas wieder verschlechtert.
Zum Beispiel wenn Termine häufiger abgesagt werden, bestimmte Wege wieder vermieden werden oder die Beschäftigung mit möglichen Gefahren deutlich zunimmt.
Solche Veränderungen fallen leichter auf, wenn man weiß, worauf man bei sich achten kann.
Wissen ist auch für Selbsthilfe wichtig
In einer Selbsthilfegruppe hilft dieses Wissen dabei, genauer über die eigene Erfahrung zu sprechen.
Aus „Meine Angst war wieder schlimm“ kann zum Beispiel werden:
„Ich habe den Termin schon am Vormittag abgesagt, weil ich Angst hatte, dort nicht wegzukommen.“
Damit lässt sich wesentlich besser arbeiten. Andere können sagen, ob sie ähnliche Situationen kennen, was bei ihnen passiert und wie sie damit umgehen.
So entsteht ein Austausch über konkrete Erfahrungen und nicht nur über das allgemeine Gefühl von Angst.
Es geht darum, die eigene Angst besser zu kennen
Man muss dafür keine Fachbegriffe lernen.
Wichtig ist, die eigenen Abläufe immer besser zu erkennen: Was löst Angst aus, was verstärkt sie, was macht man deshalb und was verändert sich dadurch im Alltag?
Dieses Wissen hilft dabei, die eigene Situation klarer einzuschätzen und gezielter daran zu arbeiten.

